2011-11-27 Amazon kindle

 

Schon lange habe ich mit dem Gedankten geliebäugelt, mir einen eBook-Reader zu kaufen.

Mit diesen Geräten kann man Bücher in digitaler Form kaufen, und kann auch mehrere darauf speichern. So hat man immer gleich mehrere Lesemöglichkeiten dabei und muss nicht mehrere Bücher mit sich herum tragen.

Besonders angetan hatte es der eBook-Reader von Amazon mit dem Namen kindle.

Erstens las ich überall hervorragende Kritiken, aber auch die direkte Anbindung an Amazon, wo man die Bücher direkt kaufen kann und gleich auf dem Gerät hat sprach mich doch an.

Auch wurde das Display hoch gelobt.

Denn ich hatte schon festgestellt, dass man die kindle-Bücher auch über eine PC-Software und mit einer Handy-App herunterladen und lesen kann. Allerdings ist das Lesen auf einem von hinten beleuchteten Display mit der Zeit wirklich anstrengend, und die Augen schmerzen nach einer Weile.

Doch das kindle mit seinem neuartigen E-Ink-Display versprach deutlich entspannenderes lesen.

Also loggte ich mich kurz entschlossen auf der Amazon-Seite ein und studierte die Artikel zu dem eBook-Reader.

Vor der Bestellung musste ich mich erst mal entscheiden, ob ich die Ausführung mit 3G-Funktion haben wollte oder nicht. Die 3G-Funktion erlaubt das Herunterladen von neuen Büchern von unterwegs aus über das UMTS-Netz, wobei zwar das Gerät teurer ist, aber trotzdem keine laufenden Kosten anfallen.

Letztlich kam ich bei den Überlegungen zu dem Schluss, dass ich mir die Mehrkosten lieber sparen würde, und entschied, dass ich mir die Bücher halt einfach zu Hause herunterladen würde. Wenn ich mir da gleich mehrere kaufen würde, käme ich damit schon aus, bis ich das nächste Mal zu Hause wäre.

Also wählte ich die Standard-Ausführung und klickte mich durch den Bestellvorgang.

Drei Tage später war ich stolzer Besitzer meines neuen Amazon kindle 3 Keyboard mit WiFi.

Was ich recht bald feststellte, und was auf der Internetseite leider nicht stand war, dass man das kindle nur über WLAN zum Herunterladen der Bücher anschließen kann.

Zwar ist ein USB-Kabel dabei und man kann das Gerät darüber laden, aber ins Internet zur Amazon-Datenbank kommt man damit leider nicht. Lediglich sonstige Dokumente wie MP3-, PDF- oder Worddateien können über das daraufhin erscheinende Wechseldatenträger-Laufwerk auf das kindle kopiert werden.

Aber kein Problem, ich hab ja WLAN in meiner Fritzbox. Diese aktiviert, ein paar erste Einstellungen am kindle vorgenommen, und schon erreichte ich die Shop-Seite und konnte mir Bücher aussuchen, kaufen und sie wurden auch gleich heruntergeladen.

Schon von Anfang an musste ich sagen: WOW, was für ein Display.

Das Leseverhalten stand dem von gedruckten Texten in nichts nach.

Durch das graue Display mit schwarzer Schrift, liest sich der Text im Prinzip wie in gedruckten Büchern auch. Allerdings mit schönen Extra-Funktionen.

Vorbei ist das mühsame entziffern von Texten, bei denen die Schriftgröße nicht mit der eigenen Sehkraft vereinbar ist. Der kindle bietet die Möglichkeit zwischen mehreren Schriftgrößen zu wählen.

Zwar noch in der Beta-Phase, aber (auch so) ist die Sprachausgabe, mit der man sich den Text vorlesen kann, durchaus verständlich. Allerding funktioniert sie bei englischen Texten besser als bei deutschen.

Auch nach mehreren Wochen bin ich absolut begeistert von dem Kindle. Durch die fehlende Hintergrundbeleuchtung ist das lesen genauso wenig anstrengend (oder auch nicht) wie bei gedruckten Büchern. Zwar kann man nicht im Dunkeln lesen, aber das kann man Bücher ja sonst auch nicht.

Lediglich, dass ich mich nicht traue, den Kindle mit in die Badewanne zu nehmen lässt mich von Zeit zu Zeit noch reguläre Bücher lesen.

Ansonsten kann ich den Amazon kindle wärmstens empfehlen.

AB